Achtung! Canon 5D Mk II keine Profikamera!

Für 30 Lei (gegenwärtig knapp 7 €) habe ich eine Fotoerlaubnis für den Parlamentspalast (vormals Palast des Volkes) in Bukarest gekauft. Doch bei der Sicherheitskontrolle wurde meine schöne große Kamera mit „H“ und dem Digitalback von „P“ (wiegt ca. 3 kg mit Linse) aus dem Verkehr gezogen. „Das ist eine professionelle Kamera! Dafür kostet die Fotogenehmigung 100 €!“. Zähneknirschend packte ich das gute Teil in den Rucksack und holte statt dessen die Canon 5D raus. Die wurde anstandslos reingelassen. Wo ist jetzt der Witz? Die Kamera mit „H“ ist ca. 7 Jahre alt und funktioniert in Innenräumen nur mit Stativ mangels Lichtempfindlichkeit des Sensors. Die Canon 5 D II kam vor ca. 3 Jahren auf den Markt und hat einen so empfindlichen Sensor, dass man damit auch in Innenräumen aus der Hand fotografieren kann. Mit anderen Worten: die eine Kamera ist mindestens so viel Profi wie die andere. Ich hatte nur leider für die Canon kein Weitwinkel mit. So what…

 

Aber bevor wir überhaupt rein kamen in Ceaucescus Gruselpalast mussten wir die Öffnungszeit abwarten. Noch eine halbe Stunde Zeit, da laufen wir doch einfach mal eine Runde um das Teil und schauen es uns von allen Seiten an, dachten wir. Nach einer Stunde (!) waren wir wieder am Einlass. Kein Wunder, ist ja auch nach dem Pentagon das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt.

 

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Das riesige Gelände ist volksnah eingemauert, keine Abkürzungen von den anderen Eingängen aus, denn in dem Komplex sitzen ja Parlament und verschiedene Behörden, alles streng bewacht.

 

Im Inneren dann aberwitzige Schnörkelmassen, Geschmacklosigkeit sollte hier durch schiere Masse und historisierenden Mief ersetzt werden. Ich sage nur: Genuss am Ekel.

 

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Dagegen nimmt sich Erichs Lampenladen ja geradezu lächerlich aus und wurde trotzdem abgerissen. Es ist ein beklemmendes Gefühl, wenn man das Gebäude durchwandert. Simon: „Auf diesen schönen Teppichen könnten jede Nacht hunderte Roma gut schlafen.“

 

Stichwort Lampen: davon gibt es in dem „Palast des Volkes“ so viele, dass sich die jährliche Stromrechnung auf knapp 2 Mio. € beläuft. Das ist auch der Grund dafür, dass die jungen Reiseführerpersönlichkeiten fleißig die Schalter knipsen, wenn die Touri-Karawane weiterzieht. Und es wird lange nicht alles angeschaltet. Hier eine kleine Auswahl von Lampen und Schaltern.

 

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Gleichwohl haben wir im Palast des Parlamentes (ehemals Palast des Volkes) noch einige Vertreter des werktätigen Volkes angetroffen:

 

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